Besuch des Bürgerbads in Handorf (Münster i.Westf.)

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Im Ortsteil Handorf baute die Stadt Münster 1974 ein Hallenbad mit einem Außenwellenbad. Im Jahr 2008 sah sich die Stadt nicht mehr in der Lage, das Handorfer Bad weiter zu betreiben. Stadtverwaltung und Stadtrat beschlossen, das Bad zu schließen. Dies brachte die Handorfer Bürger auf die Barrikade. Schnell war ein Förderverein gegründet mit dem Ziel das Bad zu betreiben und zu erhalten.
Der Ortsteil Handorf hat rund 6000 Einwohner. Entsprechend ist das Bad kleiner als unser Badepark. Es gibt keine Sauna, keine Gaststätte, keinen Spaßbereich. Das ursprünglich gebaute Wellen-Freibad, wurde aus Kostengründen 2006 geschlossen.
Die Mitglieder des Fördervereins mussten schnell handeln. Mit der Stadt wurde ein Überlassungsvertrag geschlossen. Der Förderverein wurde verpflichtet, die Verkehrssicherheit zu übernehmen und die Voraussetzungen zu schaffen, damit das Bad genutzt werden konnte. Der Förderverein setzte durch, dass die Stadt auf ein Mitspracherecht verzichtete. Für die Stadt war dies ein gutes Geschäft: Der bisherige Zuschuss in Höhe von ca. 500.000,00 Euro reduzierte sich auf rund 140.000,00 Euro – für diesen Betrag mietet die Stadt die Wasserflächen für das Schulschwimmen und den Vereinssport.
Die Reduzierung des Defizits ist vor allem drei Punkten geschuldet:
– Effizientere Betriebsführung
– Ehrenamtliches Engagement
– Reduziertes Badeangebot
Für den „normalen“ Badbesucher ist das Bad nur am Wochenende geöffnet. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 4,00 Euro. Die Möglichkeit, eine Jahreskarte zu erwerben bleibt nur den Mitgliedern des Fördervereins vorbehalten. Sie kostet 98,00 Euro – der Beitrag für den Förderverein beträgt 40,00 Euro. Für die Besitzer von Jahreskarten ist das Bad auch an den übrigen Tagen zu festgelegten Zeiten zugänglich.
Zwischenzeitlich wurde der Verein gesplittet und zusätzlich eine gGmbH gegründet. Damit wurde die Betriebsführung weiter verbessert: gGmbH betreibt das Bad und die rund 2.000 Mitglieder des Fördervereins tragen mit ihren Beiträgen zur Finanzierung bei (Informationen siehe unter: http://www.buergerbad.info).
Die ehrenamtlichen Betreiber legten großen Wert darauf, selbst entscheiden zu können, wann und wie Reparaturen ausgeführt werden. Der Ausfall der Heizung war innerhalb weniger Tage (kurz vor Weihnachten 2015) erledigt. Dies war nur möglich, weil die Entscheidungswege sehr kurz sind. Zurzeit macht die Lüftungsanlage Schwierigkeiten. Da absehbar ist, dass in drei Jahren das Bad durch ein neues Bad ersetzt wird, macht der Einbau einer neuen Lüftungsanlage wenig Sinn. Durch ihre guten Kontakte gelang es, eine gebrauchte Lüftungsanlage zu kaufen, die demnächst eingebaut wird. Statt 70.000,00 Euro müssen nun rund 15.000,00 Euro aufgewendet werden.
Für die Stadt Münster und die Bürger im Ortsteil Handorf hat sich das Betreibermodell gelohnt. Wichtig sind eine optimale vertragliche Regelung und „Herzblut“ bei den Betreibern. Deshalb ist die Stadt daran interessiert, dass für das neue Bad das Betreibermodell beibehalten wird. Die Stadt beabsichtigt, mit dem Betreiber einen Nutzungsvertrag über 25 Jahre abzuschließen.

Stellungnahme zum Ergebnis der Bürgerbefragung

Liebe Freunde und Freundinnen des Badeparks,
das Ergebnis der Bürgerbefragung ist stark! Zum einen haben sich über 50% der berechtigten BürgerInnen an der Befragung teilgenommen – das ist eine Zahl, die kein Lokalpolitiker ignorieren kann. Überragend ist zum zweiten, dass sich ca. 80% für die Weiterführung des Badeparks ausgesprochen haben – in welcher Form auch immer. Schließlich sind zum dritten die 35% der Stimmen eine deutliches Bekenntnis einer Mehrheit der Haßlocher für ein attraktives Ganzjahresbad. Dieses Ergebnis ist eine Bestätigung des Kurses des Fördervereins der letzten Jahre. Es gilt nun, dass eindeutige Votum der Bevölkerung umzusetzen in entschlossene Maßnahmen, die den Badepark aus der Stagnation der letzten Jahre herausreißen. Es ist nun kompetentes und tatkräftiges Management gefragt, dass die notwendigen Schritte der Sanierung anpackt und die Attraktivierungsmaßnahmen, wie sie von den BürgerInnen mehrheitlich unterstützt werden, umsetzt. Der Förderverein ist bereit, sich in diesen Prozess mit seinen Vorschlägen einzubringen.
Ich danke allen, die mit ihrer Stimme den großen Erfolg ermöglicht haben. Sie haben gezeigt, dass Ihnen der Badepark am Herzen liegt. Lassen Sie es nicht dabei bewenden, sondern nutzen Sie unser Bad, um sich zu trimmen und zu erholen! Machen Sie Vorschläge, wie wir den Badepark verbessern können – auf dieser Homepage.
Christoph Weitz
1. Vorsitzender

Pressemitteilung des Vorstands vom 21.4.16 zur Bürgerbefragung Badepark

Eine Arbeitsgruppe des Gemeinderats hat einen Vorschlag entwickelt, auf welche Weise die BürgerInnen von Haßloch zur Zukunft des Badeparks befragt werden sollen. Darüber wird der Gemeinderat wahrscheinlich am Mittwoch, dem 27.4., beschließen. Dieser Entwurf sieht vor, dass die Haßlocher über 5 Varianten abstimmen – 4 davon sind Optionen, die die Ausgestaltung des Badeparks betreffen, nur eine bezieht sich auf das Angebot der „Plopsa“ – Gruppe, im Holidaypark ein neues Bad zu errichten.

Der Vorstand des Fördervereins für Sport, Spaß und Bewegung im Badepark e.V. hält dieses Vorgehen für wenig sinnvoll, da keine klare Alternative formuliert wird. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass auf diese Weise ein klares Ergebnis zustande kommt. Stattdessen verteilen sich bei einem ungünstigen Verlauf alle Stimmen gleichmäßig auf die 5 Varianten, sodass der Gemeinderat genauso schlau ist wie zuvor.

Außerdem wird indirekt die „Plopsa“-Variante bevorzugt, da sich die Stimmen für eine Fortführung des Badeparks – auf welche Art auch immer – auf drei Varianten verteilen. Auf diese Weise wird das Ergebnis der Befragung verzerrt und manipuliert. Der Vorstand fordert in Übereinstimmung mit den Teilnehmern der letzten Mitgliederversammlung des Vereins vom 9.3. den Gemeinderat auf, in seiner Sitzung Korrekturen an dem Entwurf vorzunehmen und das Seine zu tun, dass ein eindeutiges Votum der Bürgerschaft zur Zukunft des Badeparks ermittelt werden kann.

Besuch des Spaßbades Plopsaqua in De Panne

Am 6.8.15 nahmen Gerold Mehrmann und Christoph Weitz das Angebot der Leitung des Holidayparks an, in De Panne (Belgien) das neue Bad von Plopsa zu besichtigen.

Es ist brandneu, wurde am 22.3. dieses Jahres eröffnet. Verständlich, dass sich „Plopsaqua“ in einem tadellosen Zustand präsentierte und – in der Hauptsaison – sehr gut von jungen Menschen und deren Eltern angenommen wird. Jedoch kann jetzt noch nicht gesagt werden, wie sich die Besucherzahlen im Jahresverlauf entwickeln.
Gegen Mittag war das Bad von Besuchern überfüllt, 1200 Besucher – die maximale Auslastung. Das merkte man dann auch: Alles war knapp: die Umkleidekabinen, Platz im Becken, Möglichkeiten zu Rutschen (lange Schlangen). Lärm gab es dagegen im Überfluss.

„Plopsaqua“ besteht aus einer Halle mit einem Wellenbecken, einem Wild-Wasser-Kanal, drei Rutschen für Kinder, einem Rutschenturm mit 3 weiteren Rutschen für Jugendliche, einem Eßbereich, einem 25m-Becken mit 4 Bahnen, Wirlpools und einem kleinen Außenbereich mit kleinem Becken und (künstlicher) Liegewiese.

Thematisch ist die Halle nach dem Thema „Wickie im Winter“ gestaltet: Schneelandschaften, verscheite Hütten, Schiffe im Sturm und stündliche künstliche Gewitter mit Regen sollen ein Wikinger-Feeling evozieren. Während dieser Hauptteil der Halle dunkel gehalten ist, liegt das Schwimmbecken an einer Glaswand, die Tageslicht in die Halle bringt.

Die Zeit, um das Bad zu testen, war kurz bemessen.

Im Folgenden einige kurze Bemerkungen der Bewertung:

  • Erstaunlich wenig Platz und Komfort gibt es bei den Duschen: eine Sammeldusche für vielleicht 20 Personen. Es wird also nicht nach Geschlecht (und Alter) getrennt. Außerdem gibt es keine Thermostate zum Regulieren der Wassertemperatur. Kaltes Abduschen ist also nicht vorgesehen. Im Duschbereich ist gerade das Nötigste gemacht, er fällt knauserig aus.
  • Die Qualität des Wassers im Schwimmbecken ist sehr gut – dank des Elektrolyse – Verfahrens. Nach Angaben des Geschäftsführers Steve Van den Kerkhof kann dadurch der Verbrauch von Chlor auf ein Fünfzigstel reduziert werden. Das Wasser schmeckt leicht salzig.
  • Das Schwimmbecken war überfüllt, sodass es nicht möglich war, Bahnen zu ziehen. 4 Versuche misslangen. Van den Kerkhof deutete an, dass man bei dem Bau eines weiteren Bades 6 Bahnen plane. Zwar ist das eine Ende 0,90 m tief, das andere 1,80m, aber das Becken fällt sehr langsam ab, sodass eine Hälfte einem Kinderbecken gleicht.
  • Beeindruckend war der „Wild-Wasser-Kanal“; er ist gut gemacht, aber da ihn von Beginn an gleichzeitig 3 Personen benutzten, ist das Gleiten nicht nur bedrängend, sondern es ist auch nur eine Frage der Zeit, dass man unfreiwillig mit weiteren Nutzern kollidiert und möglicherweise jemanden verletzt.
  • Auf den ersten Blick sind die Rutschen des Turms – unter anderem eine Reifenrutsche und eine Free – Fall – Attraktion – ein attraktives Angebot für Jugendliche; lange Schlangen sind ein deutliches Zeichen.
  • Die Raumtemperatur beträgt 31Grad, die Wassertemperatur ist unterschiedlich: Schwimmbecken 270 über Wellenbecken 300 bis zum Whirlpool 360.
  • Die Technikräume sind großzügig dimensioniert und die technischen Anlagen gut zugänglich.
  • Unschön ist, dass auswärtige Nutzer des Bades für die Nutzung des Schließfachs 1€ zusätzlich zahlen.
  • Fazit:
    Um das Bad wirklich zu bewerten, sollte man die Entwicklung eines Jahres abwarten.
    Aber so viel wird deutlich: Der Duschbereich fällt minderwertig aus. Insgesamt halte ich die Kombination von Spaß- und Schwimmbad in De Panne für weniger gelungen. Plopsa versteht es, ein Spaßbad für Kinder und jüngere Jugendliche zu gestalten. Der tosende Lärm der kreischenden Kids ist jedoch nicht geeignet, jedermann zu erfreuen und dessen/deren Entspannung zu befördern. Den Schwimmer wird es erheblich ärgern, dass er durch Überfüllung und anderweitige Nutzung des Beckens vertrieben bzw. an die Randzeiten gedrängt wird. Die Balance zwischen Spaß und Schwimmsport ist nicht gelungen, das Becken ist – trotz der guten Wasserqualität – nur ein Anhängsel des Spaßkonzepts von Plopsa.

    Christoph Weitz

    Hier weitere Impressionen des Bades.

    6. Beachvolleyball-Turnier im Badepark Haßloch

    IMG_2293Sechs Teams ermittelten am Samstag, den 18.7., dem „Tag der Offenen Tür“, nach viereinhalb Stunden den diesjährigen Sieger des Beachvolleyball-Turniers 2015 im Badepark.

    Erfreulicherweise setzte sich immer besseres Wetter durch, nachdem nach der Hitze der vorgegangenen Tage überraschender Weise bei leichtem Nieselregen das Turnier begonnen wurde.

    Am Ende waren es zwei Mannschaften, die sich den ersten Platz teilten: „Sandbuckler“ und „Pfefferminzler, Team 2“. Den 3. Platz belegte „Pfefferminzler, Team 1“.

    Die Gewinner erhielten die von der Sparkasse Rhein-Haardt gesponserten Geldpreise im Wert von zusammen 120,00 EUR. „Edigheim 1“ und „08 Haßloch“ errangen gemeinsam den vierten Platz, den fünften belegte „Mir egal“.

    Turnierleiter Detlef Kneis hob die harmonische Atmosphäre des Turniers hervor, zu der die teilnehmenden Jugendteams besonders beigetragen haben.

    Hier noch ein paar Bilder:

    Neu: Aquacycling

    aquacyclingAquacycling ist eine Trainingsmethode für alle Zielgruppen und
    Leistungsklassen.
    Die Bewegungsabläufe sind durch die Wirkung des Wassers besonders
    schonend und machen dazu richtig Spaß.

    Wasserauftrieb und -widerstand liefern einen fantastischen Trainingseffekt:
    Das Herz-Kreislaufsystem wird angekurbelt, die Fettverbrennung ist erhöht,
    das Training im Wasser ein ideales Ganzkörpertraining (Koordination, Kraft,
    Ausdauer) und gleichzeitig ein effektives Herz- Kreislauftraining. Bauch, Beine und Po werden bei dem Training gestrafft und die Bewegung im Wasser stärkt das Bindegewebe.