Stellungnahme des Vorstands des Fördervereins zur Situation des Badeparks nach der Bürgerbefragung

 anlässlich des Pressegesprächs am 17.11.16

Im Rahmen der Bürgerbefragung hat der Förderverein sehr erfolgreich für den Fortbestand des Badeparks als Ganzjahresbad gekämpft; die BürgerInnen haben diesbezüglich für ein eindeutiges Votum gesorgt.

In der ersten Sitzung nach den Sommerferien beschloss der Gemeinderat, die Attraktivierungsvariante, die in der Befragung die meisten Stimmen erhielt, der Kommunalen Aufsicht zur Prüfung vorzulegen. 

Der Förderverein hält diesen Beschluss für problematisch: Statt das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen , übergibt der Gemeinderat die Verantwortung für die Entwicklung des Badeparks der Kommunalen Aufsicht, obwohl den Verantwortlichen klar ist, dass angesichts der schwierigen Haushaltslage der Gemeinde Investitionen in der Höhe von ca. 10 Mio.€ nicht von der Gemeinde gestemmt werden können, das Land sich kaum an der Finanzierung beteiligt und deshalb Beschlüsse in dieser Richtung mit großer Sicherheit von der kommunalen Aufsicht abgelehnt werden.

Zudem wurde und wird leider nicht die Aufbruchstimmung und der Schub, der durch das Ergebnis der Bürgerbefragung entstanden ist, genutzt, sondern es droht durch monatelanges Prüfen Stillstand bei der Entwicklung des Badeparks und damit Enttäuschung und Frustration der durch das deutliche Ergebnis geweckten Erwartungen der BürgerInnen. Die Haltung des Gemeinderats ist halbherzig.

Deshalb empfiehlt der Vorstand des Fördervereins eine Attraktivierung des Badeparks in Etappen. Es sollte so schnell wie möglich eine Strategie – z.B. wie im Gemeinderat vorgeschlagen – von den in diesem Gremium vertretenen Parteien und dem Förderverein in einer Arbeitsgemeinschaft entwickelt werden, die den Finanzierungsmöglichkeiten der Gemeinde angepasst ist. Dazu gehört, dass der Bau einer Schwimmhalle angesichts der Kosten für das Erste aufgeschoben wird.

Ein erster Schritt ist die energetische Sanierung, weitere Schritte die Einführung von Kurzzeittarifen und die Optimierung der Organisation.

Besuch des Bürgerbads in Handorf (Münster i.Westf.)

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Im Ortsteil Handorf baute die Stadt Münster 1974 ein Hallenbad mit einem Außenwellenbad. Im Jahr 2008 sah sich die Stadt nicht mehr in der Lage, das Handorfer Bad weiter zu betreiben. Stadtverwaltung und Stadtrat beschlossen, das Bad zu schließen. Dies brachte die Handorfer Bürger auf die Barrikade. Schnell war ein Förderverein gegründet mit dem Ziel das Bad zu betreiben und zu erhalten.
Der Ortsteil Handorf hat rund 6000 Einwohner. Entsprechend ist das Bad kleiner als unser Badepark. Es gibt keine Sauna, keine Gaststätte, keinen Spaßbereich. Das ursprünglich gebaute Wellen-Freibad, wurde aus Kostengründen 2006 geschlossen.
Die Mitglieder des Fördervereins mussten schnell handeln. Mit der Stadt wurde ein Überlassungsvertrag geschlossen. Der Förderverein wurde verpflichtet, die Verkehrssicherheit zu übernehmen und die Voraussetzungen zu schaffen, damit das Bad genutzt werden konnte. Der Förderverein setzte durch, dass die Stadt auf ein Mitspracherecht verzichtete. Für die Stadt war dies ein gutes Geschäft: Der bisherige Zuschuss in Höhe von ca. 500.000,00 Euro reduzierte sich auf rund 140.000,00 Euro – für diesen Betrag mietet die Stadt die Wasserflächen für das Schulschwimmen und den Vereinssport.
Die Reduzierung des Defizits ist vor allem drei Punkten geschuldet:
– Effizientere Betriebsführung
– Ehrenamtliches Engagement
– Reduziertes Badeangebot
Für den „normalen“ Badbesucher ist das Bad nur am Wochenende geöffnet. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 4,00 Euro. Die Möglichkeit, eine Jahreskarte zu erwerben bleibt nur den Mitgliedern des Fördervereins vorbehalten. Sie kostet 98,00 Euro – der Beitrag für den Förderverein beträgt 40,00 Euro. Für die Besitzer von Jahreskarten ist das Bad auch an den übrigen Tagen zu festgelegten Zeiten zugänglich.
Zwischenzeitlich wurde der Verein gesplittet und zusätzlich eine gGmbH gegründet. Damit wurde die Betriebsführung weiter verbessert: gGmbH betreibt das Bad und die rund 2.000 Mitglieder des Fördervereins tragen mit ihren Beiträgen zur Finanzierung bei (Informationen siehe unter: http://www.buergerbad.info).
Die ehrenamtlichen Betreiber legten großen Wert darauf, selbst entscheiden zu können, wann und wie Reparaturen ausgeführt werden. Der Ausfall der Heizung war innerhalb weniger Tage (kurz vor Weihnachten 2015) erledigt. Dies war nur möglich, weil die Entscheidungswege sehr kurz sind. Zurzeit macht die Lüftungsanlage Schwierigkeiten. Da absehbar ist, dass in drei Jahren das Bad durch ein neues Bad ersetzt wird, macht der Einbau einer neuen Lüftungsanlage wenig Sinn. Durch ihre guten Kontakte gelang es, eine gebrauchte Lüftungsanlage zu kaufen, die demnächst eingebaut wird. Statt 70.000,00 Euro müssen nun rund 15.000,00 Euro aufgewendet werden.
Für die Stadt Münster und die Bürger im Ortsteil Handorf hat sich das Betreibermodell gelohnt. Wichtig sind eine optimale vertragliche Regelung und „Herzblut“ bei den Betreibern. Deshalb ist die Stadt daran interessiert, dass für das neue Bad das Betreibermodell beibehalten wird. Die Stadt beabsichtigt, mit dem Betreiber einen Nutzungsvertrag über 25 Jahre abzuschließen.

Stellungnahme zum Ergebnis der Bürgerbefragung

Liebe Freunde und Freundinnen des Badeparks,
das Ergebnis der Bürgerbefragung ist stark! Zum einen haben sich über 50% der berechtigten BürgerInnen an der Befragung teilgenommen – das ist eine Zahl, die kein Lokalpolitiker ignorieren kann. Überragend ist zum zweiten, dass sich ca. 80% für die Weiterführung des Badeparks ausgesprochen haben – in welcher Form auch immer. Schließlich sind zum dritten die 35% der Stimmen eine deutliches Bekenntnis einer Mehrheit der Haßlocher für ein attraktives Ganzjahresbad. Dieses Ergebnis ist eine Bestätigung des Kurses des Fördervereins der letzten Jahre. Es gilt nun, dass eindeutige Votum der Bevölkerung umzusetzen in entschlossene Maßnahmen, die den Badepark aus der Stagnation der letzten Jahre herausreißen. Es ist nun kompetentes und tatkräftiges Management gefragt, dass die notwendigen Schritte der Sanierung anpackt und die Attraktivierungsmaßnahmen, wie sie von den BürgerInnen mehrheitlich unterstützt werden, umsetzt. Der Förderverein ist bereit, sich in diesen Prozess mit seinen Vorschlägen einzubringen.
Ich danke allen, die mit ihrer Stimme den großen Erfolg ermöglicht haben. Sie haben gezeigt, dass Ihnen der Badepark am Herzen liegt. Lassen Sie es nicht dabei bewenden, sondern nutzen Sie unser Bad, um sich zu trimmen und zu erholen! Machen Sie Vorschläge, wie wir den Badepark verbessern können – auf dieser Homepage.
Christoph Weitz
1. Vorsitzender

Pressemitteilung des Vorstands vom 21.4.16 zur Bürgerbefragung Badepark

Eine Arbeitsgruppe des Gemeinderats hat einen Vorschlag entwickelt, auf welche Weise die BürgerInnen von Haßloch zur Zukunft des Badeparks befragt werden sollen. Darüber wird der Gemeinderat wahrscheinlich am Mittwoch, dem 27.4., beschließen. Dieser Entwurf sieht vor, dass die Haßlocher über 5 Varianten abstimmen – 4 davon sind Optionen, die die Ausgestaltung des Badeparks betreffen, nur eine bezieht sich auf das Angebot der „Plopsa“ – Gruppe, im Holidaypark ein neues Bad zu errichten.

Der Vorstand des Fördervereins für Sport, Spaß und Bewegung im Badepark e.V. hält dieses Vorgehen für wenig sinnvoll, da keine klare Alternative formuliert wird. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass auf diese Weise ein klares Ergebnis zustande kommt. Stattdessen verteilen sich bei einem ungünstigen Verlauf alle Stimmen gleichmäßig auf die 5 Varianten, sodass der Gemeinderat genauso schlau ist wie zuvor.

Außerdem wird indirekt die „Plopsa“-Variante bevorzugt, da sich die Stimmen für eine Fortführung des Badeparks – auf welche Art auch immer – auf drei Varianten verteilen. Auf diese Weise wird das Ergebnis der Befragung verzerrt und manipuliert. Der Vorstand fordert in Übereinstimmung mit den Teilnehmern der letzten Mitgliederversammlung des Vereins vom 9.3. den Gemeinderat auf, in seiner Sitzung Korrekturen an dem Entwurf vorzunehmen und das Seine zu tun, dass ein eindeutiges Votum der Bürgerschaft zur Zukunft des Badeparks ermittelt werden kann.